Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung

§ 56 Satz 2 EStDV verpflichtet den Steuerpflichtigen zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung, wenn zum Schluss des vorangegangenen Veranlagungszeitraums ein verbleibender Verlustvortrag festgestellt worden ist, so dass der Anlauf der Festsetzungsfrist nach § 170 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO gehemmt ist.

 

Die Verpflichtung zur Abgabe der Einkommensteuererklärung nach § 56 Satz EStDV gilt nur für den unmittelbar auf den festgestellten Verlustabzug folgenden Veranlagungszeitraum.

 

Die o. g. Entscheidung kommt insbesondere u.a. für Studenten zum Tragen, die einen Verlustvortrag durch vorweggenommene Werbungskosten erzielt haben.

 

BFH, Urt. V. 30.03.2017, VI R 43/15, DStRE 2017, S. 952